Warum nicht? Forschung in den Alltag einfließen lassen?

Die Ambulanz dient der ersten Hilfe und Zuordnung von Symptomen „die aus dem heiteren Himmel auftreten“ – unabhängig ob Kind oder Erwachsener. An die Sprechzimmer grenzen Labore, Behandlungsräume und je ein Laser-OP mit dem Ziel, lästige Befunde im besten Fall auch gleich zu beseitigen. Auf Basis der ausgezeichneten Infrastruktur finden sich leicht gute Lösungen beinahe aller dermatologischen, kosmetischen oder chirurgischen Anliegen.

Definitionsgemäß besteht ein Excimer-Molekül z.B. Xenonchlorid (XeCl) aus zwei oder mehreren zusammenhängenden Atomen des gleichen chemischen Elements. Verliert eines dieser Teilchen Energie, so trennen sich die Bindungspartner und kehren in den Grundzustand zurück. Dabei wird Licht emittiert, das im ultravioletten Spektralbereich emittiert. UV Licht - anders als ionisierende Strahlen, ist nicht gefährlich. Daher sind Excimer 308 & Co sehr häufig im Einsatz gegen entzündliche Erkrankungen auch in behaarten und schwer zugänglichen Körperstellen wie anal und in der Intimregion.

Die PUVA ist eine sehr milde antientzündliche Therapie auf Basis von UVA Licht. Sehr schnell verbessern sich aufgekratzte Ekzeme und andere entzündlichen Erkrankungen. Ziel hierbei ist den Juck Kratz Zyklus zu durchbrechen. Da die Behandlung sehr „mild“ dosiert werden kann, ist sie ideal für Kinder z.B. mit Neurodermitis und all diejenigen, die auf Kortison und Tabletten verzichten wollen. Der Begriff der „Photochemotherapie (PUVA)“ ist ein historischer Begriff und sollte bei den Müttern keine Panik auslösen. Denn die PUVA Phototherapie hat nichts einer Krebschemotherapie nichts gemeinsam, außer: auch hier sollen Entzündungszellen und deren Botenstoffe vermindert werden. Dazu wird eine spezielle Creme auf die zu behandelnde Haut aufgetragen und die markierte Haut mit UVA Licht in ansteigenden Dosen sanft belichtet.

Unter photodynamischer Therapie (PDT) versteht man ein Verfahren zur Behandlung von Tumoren und anderen Gewebeveränderungen wie beispielsweise Gefäßneubildungen mit Licht in Kombination mit einer lichtaktivierbaren Substanz, und im Gewebe vorhandenem Sauerstoff. Dazu wird dem Patienten ein solcher, allein unwirksamer Stoffwechselvorläufer lokal verabreicht. Dieser reichert sich aufgrund bestimmter Eigenschaften des Tumors oder des Gewebes selektiv an und wird nach einer gewissen Wartezeit mit Licht geeigneter Wellenlänge bestrahlt. Dabei werden toxische Substanzen, vor allem reaktive Sauerstoffspezies gebildet. Ziel auch hier, ausgewählte Zellen in den Zelltod zu katapultieren. Behandelte Zellen schilfern sich ab, wie nach einem Peeling oder Sonnenbrand.

Entwickelt wurde die WIRA an der Universität Jena als ein Bestrahlungsgerät, welches wassergekühltes Infrarotlicht in hoher Dosis abstrahlt. Das Wellenlängenmaximum liegt bei 780nm, die Dosis bei 180 mW/cm2. "WIRA" ist die Bezeichnung für das physikalische Prinzip, "Hydrosun" der Name des Gerätes. Das langwellige, wassergefilterte Infrarot A Licht stärkt die Durchblutung in der Wunde oder Warze und steigert die Immunkompetenz gegen Viren und lästige Keime. WIRA ist ein harmloses Therapieverfahren – besonders bei Wunden und Warzenbeeten von Kindern. Entzündungsreaktionen wie nach anderen Behandlungen sind nicht zu erwarten.

Die Lasertherapie hat sich in der Medizin einen festen Platz erobert: unter allen Fächern sind Laser in der Dermatologie am meisten vertreten. Der Einsatz ist hier kosmetisch, medizinisch und chirurgisch. Der großen Menge an Lasersystemen steht eine Liste hunderter Diagnosen gegenüber. Würde man die Zahl der Indikationen mit der der Laser multiplizieren käme man mindestens auf eine 5-stellige Zahl, was uns die Komplexität der Lasertherapie, aber auch deren Chance in der Dermatologie vor Augen führt.

Btx und Filler bringen nicht nur einer Verschönerung der Gesichtszüge und den Ausgleich von Falten, sondern dienen der Festigung von Haut und Bindegewebe – auch an Handrücken, Hals und Dekolleté. Weitere Einsatzgebiete sind die trockene Haut und Augenringe (gerne auch in Kombination mit dem IPL), die Neigung zu Ekzemen oder spröde Lippen sowie die Korrektur der eingesunkenen Tränenrinne. Abhängig von den Materialeigenschaften können Injektionen auch tiefer im Gewebe erflogen und damit ganze Gesichtszüge stabilisieren oder dem Gewebeschwund entgegenwirken. Die Injektionen mit Botolinum erfolgen oft bei sehr jungen Menschen z. B. bei vermehrtem Schwitzen oder bei einer Neigung zur überaktiven Mimik („tanzende Stirn“ oder Glabella Falte) oder als Antiaging.

Unter Hyposensibilisierung (auch spezifische Immuntherapie genannt) versteht man eine Therapieform, mit der Überreaktionen des Immunsystems behandelt werden können. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Hyposensibilisierung die einzige kausale Therapie bei Allergien, bei der also die Ursache der Allergie, die Überreaktion des Immunsystems, behandelt wird. Durch die steigende Gabe von Allergenen soll es zu einer Gewöhnung an das Allergen kommen, um so die überschießende Reaktion des Immunsystems auf das Allergen zu verhindern. Ein Erfolg der Therapie ist an der Verringerung der Beschwerden zu erkennen, im besten Fall treten diese gar nicht mehr auf.

Die Einstiche erfolgen mit besonders kleinen Nadeln. Verabreicht werden Medikamente, Hormone, Enzyme und Vitamine über eine größere Fläche. Die Indikationen und die betroffenen Areale sind vielfältig, Ambulanzbehandlungen „to go“ ohne Ausfallszeit und Verödung von Besenreisern – hier sind oft beide Beine betroffen, oder die Sklerosierung von Hämorrhoiden. Die Behandlung von Narben und Keloiden mit Kristallsuspensionen und eine Juckreiztherapie bei Psoriasis oder Lichen sclerosus können mit Mikroinjektionen gute Resultate vorweisen. Eine besondere Form der regenerativen Therapie ist die Injektion mit körpereigenem Plasma (PRP).

Zur Straffung des Gesichtes sollten zunächst Doppelkinn, Hamsterbäckchen und andere lokalisierte Fettansammlungen aufgelöst werden. Das gilt auch für Fettgeschwulste wie Lipome die durch die Spritze vor der chirurgischen Resektion verkleinert werden. Desoxycholsäure erhält 2017 den Status eines Arzneimittels (Kybella). Die klinischen Studien zur Behandlung des Doppelkinns sind bereits erfolgreich abgeschlossen. Der Wirkstoff und das Verfahren sind dadurch behördlich kontrolliert und besonders sicher. Der Abbau der Fettsäure zu anderen Energieträgern oder zu Hormonen erfolgt in der Leber und das ungefährlich. Allerdings nur bis zu einer Höchstdosis, was die Anwendung auf einzelne Regionen limitiert.

Die pharmakologische Therapie umfasst eine heterogene Gruppe an Medikamenten. Relativ neu sind Biopharmazeutika (auch Biopharmaka, Biologicals, Biologics) und „Small Molecules“. Diese werden durch Biotechnologie in großen technologischem Aufwand hergestellt und dem Patienten als Spritze verabreicht. Sie greifen sehr viel gezielter in Stoffwechselvorgänge des Körpers ein als man das von anderen Medikamenten gewohnt ist und sind deshalb oft sehr nebenwirkungsarm. Bei uns im Alltag werden vor allem monoklonale Antikörper und Proteine gegen Botenstoffe eingesetzt. Darunter bei u.a. bei der Psoriasis, Akne inversa, Urtikaria oder Neurodermitis.

Die Ganzkörperuntersuchung dient der Klassifizierung von Auffälligkeiten und der Einschätzung von Ausschlägen, Infektionen, offenen Wunden oder atypischen Leberflecken. Chirurgisch relevant, medizinisch behandlungsbedürftig oder ästhetisch auffällig? Auch zum Auffinden „kleiner Baustellen“, zur Objektivierung ästhetischer Befunde (Cellulite, Reiterhosen, Dehnungsstreifen, Gewebeschwund, Besenreiser) ist die Betrachtung des ganzen Körpers wichtig, ebenso die Messungen funktioneller Störungen durch eine Früherkennungsdiagnostik (ELCAT, DYADERM, OCT, ATBM).

Unter Vorsorge verstehen wir neben dem Hautkrebsscreening und der Risikoeinschätzung an Hautkrebs zu erkranken den regelmäßigen fachgerechten Umgang mit Reinigung und Pflege der Haut. Unterstützend erfolgen hautphysiologische Messungen von Hautfeuchtigkeit, Wasserverlust, Säureschutzmantel, Pigmentierung, Rauigkeit und Rötungsneigung. Der Patient wird mit einbezogen in die hautphysiologischen und medizinkosmetischen Empfehlungen zur Verringerung von Überreaktionen des Immunsystems und dem Aufbau von Epithel und Säureschutzmantel für eine weniger empfindliche und robustere Haut.

Wie gut ist meine Haut in Schuss? Wo stehe ich im Vergleich zur Altersgruppe? Wo sind Defizite und was kann ich dagegen tun? Die Prophylaxe hilft beim Auffinden „erster kleiner Baustellen“ und informiert über Lichtschutz, Pflege- und gute Kosmetik. In der medizinischen Prophylaxe wird die Haut gereinigt, erste Zellschäden beseitigt und Gesicht, Hals und Dekolleté wieder auf „Vordermann“ gebracht. Die Behandlungen sind ohne Ausfallszeit und orientieren sich im zeitlichen Ablauf an der Prophylaxe beim Zahnarzt.

zurück

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.