Dermatologie

Die Dermatologie ist ein Querschnittsfach mit einer Vielzahl von Befunden, Diagnosen und Therapien aus angrenzenden Fächern. Die Bewertung der Beschwerden, die Zuordnung der Befunde, die Auswahl der Therapie, sind ebenso Bestandteil einer dermatologischen Praxis wie ein vertrauensvolles Mitwirken an dem Gelingen der Therapie. Erste Hautprobleme beginnen bereits wenige Wochen nach der Geburt. Milchschorf, nässende Ekzeme oder festsitzender Gneis sind Motivation für die erste Konsultation beim Hautarzt. Die Angst vor Neurodermitis und Asthma ist groß. Doch Allergiekarrieren lassen sich vermeiden.

Chirurgisch relevant, medizinisch behandlungsbedürftig oder ästhetisch auffällig? Für die Früherkennung ermöglicht eine Ganzkörperuntersuchung eine erste Einschätzung der Gefahr, die von Infektionen, Wunden oder atypischen Leberflecken ausgehen kann. Danach kommt es zur Klassifizierung der Befunde. Ein wichtiger Schritt ist die Abgrenzung ästhetischer Symptome (Cellulite, Reiterhosen, Dehnungsstreifen, Gewebeschwund, Besenreiser), zum Hautkrebs-Screening oder zur Bestimmung von funktionellen Störungen (ELCAT, DYADERM, OCT, ATBM). Dabei ist die Betrachtung des ganzen Körpers und Erfassung der Hauteigenschaften überaus wichtig.

Zur Abgrenzung bösartiger Befunde haben sich als Orientierungshilfe für die ärztliche Entscheidung unterschiedliche Bewertungsmethoden etabliert, mit denen man ohne zu schneiden „unter die Haut" sehen kann. Diese Maßnahmen richten sich an Personen mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko z.B. starker Hautalterung, vielen atypischen Leberflecken oder nach Krebsoperationen. Die regelmäßige Nachsorge ist genauso wichtig wie die Regeneration nach einem Eingriff und die Erhaltung des Gesundheitszustandes durch PDT oder Schutzimpfungen (z.B. bei HPV bedingten Tumoren).

Der vernünftige Umgang mit Pflegeprodukten, die Vorbereitung und Nachsorge ärztlicher Behandlungen, die Beseitigung funktioneller Störungen und Befunde einzelner Regionen stehen im Mittelpunkt dieser Termine. Das Angebot ist vielseitig und richtet sich an Patienten mit Problemen an Nägeln und Füssen, Narben oder Wunden, Akne und entzündeter Haut, oder mit Verletzungen. Viele Patienten schätzen diese besondere Anbindung an die Praxis gerade auch zur Rehabilitation und Nachsorge.

Im Mittelpunkt stehen Therapiekombinationen mit Medikamenten und Lichtverfahren. Die Photochemotherapie (PUVA) ist eine sehr milde Therapieform, gut geeignet für Kinder mit Neurodermitis und Patienten mit Hauterkrankungen in empfindlichen Arealen. Entzündungszellen werden gezielt geschwächt und die Ausschüttung deren Botenstoffen, die für Juckreiz und Ekzeme verantwortlich sind, werden reduziert. Bei der Photodynamischen Therapie (PDT) werden toxische Substanzen, vor allem reaktive Sauerstoffspezies zur Apotose von Tumorzellen gebildet. Die Nebenwirkungen sind angesichts der ausgezeichneten Wirkung sehr moderat und entsprechen dem eines Sonnenbrandes oder Peelings.

Unter Hyposensibilisierung (auch spezifische Immuntherapie genannt) versteht man eine Therapieform, mit der Überreaktionen des Immunsystems behandelt werden können. Die pharmakologische Therapie umfasst eine heterogene Gruppe an Medikamenten. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Hyposensibilisierung die einzige kausale Therapie bei Allergien, bei der also die Ursache der Allergie, die Überreaktion des Immunsystems, behandelt wird. Durch die steigende Gabe von Allergenen soll es zu einer Gewöhnung an das Allergen kommen, um so die überschießende Reaktion des Immunsystems auf das Allergen zu verhindern. Ein Erfolg der Therapie ist an der Verringerung der Beschwerden zu erkennen, im besten Fall treten diese gar nicht mehr auf.

Relativ neu sind Biopharmazeutika (auch Biopharmaka, Biologicals, Biologics) und „Small Molecules“. Diese werden durch Biotechnologie in großen technologischem Aufwand hergestellt und greifen sehr viel gezielter in Stoffwechselvorgänge des Körpers ein. Die Durchführung von klinischen pharmazeutischen Studien (der Phase II b und III) bilden den Schwerpunkt der Forschung neben Registrierstudien für CE und FDA Zertifizierung, die Erstellung von Protokolldesigns oder Anwendungsbeobachtungen für Auftraggeber aus der Kosmetik. Unabhängig, ob klinische oder Konsumgüterstudie, unsere Patienten unterliegen als Probanden dem Schutz der Aufsichtsbehörden und einer speziellen Dokumentation. Das gilt auch für die Erstellung von neuer Therapieprotokolle oder Probanden im Rahmen von hauseigenen Veranstaltungen und Workshops. Zu unseren Auftraggebern für klinische Studien zählten in den letzten Jahren neben vielen Laserfirmen unter anderem Galderma, Novartis, Stiefel, Sanofi, und L´Orèal.

 Kategorie: Spezialsprechstunde

Schwitzen ist eine natürliche Reaktion auf die Überwärmung des Körpers und dient der Temperaturregulation. Die Ursachen krankhaften Schwitzens reichen über Hormon-, Nerven-, Krebs- und Infektionserkrankungen bis hin zu akuten Herzbeschwerden und der Einnahme von bestimmten Medikamenten. Betroffen von Hyperhidrose ist ein großer Teil der Bevölkerung: Laut einer Untersuchung des Robert Koch Institutes, die im  „Bundesgesundheitsbericht für Deutschland“ veröffentlicht wurde, steht „starkes Schwitzen“ an vierter Stelle der am häufigsten genannten Beschwerden, hinter Rücken- und Nackenschmerzen. Bei der primären Hyperhidrose, also ohne zugrunde liegende Erkrankung, steht die Veranlagung im Vordergrund. Typisch dafür ist das Auftreten der Symptome häufig ab der Pubertät. Die übermäßige Schweißproduktion kann sich nach außen hin kaum verbergen – Stichwort Schweißflecken und unangenehmer Körpergeruch. Insbesondere die Achselhöhlen, aber auch die Handflächen und Fußsohlen sind von der vermehrten Schweißproduktion betroffen. Nachts sind diese Patienten beschwerdefrei.

 Kategorie: Spezialsprechstunde

Pruritus, (von lat. prurire, dt. jucken), ist eine unangenehme Empfindung der Haut, die ein Kratzen, Reiben, Scheuern der Haut provoziert. Oft ist chronischer Juckreiz ein Symptom für eine Erkrankung, nicht selten psychosomatisch. Das Aufdecken der zugrundeliegenden Auslöser und die Beeinflussung von Signalwegen können zu einer „kriminologischen“ Herausforderung werden. Juckreiz wird – ähnlich wie Schmerz – mit dem Gedächtnis verknüpft. Das bedeutet, dass Personen mit chronischem Pruritus einen Juckreiz ab einer niedrigeren Schwelle wahrnehmen. Das gilt auch in Schleimhautnähe bei: nicht behandelten Hämorrhoiden, Lichen, Psoriasis, Urtikaria oder Neurodermitis und generalisierte Erkrankungen der Leber- und Nieren mit Beteiligung der Haut. 

 Kategorie: Spezialsprechstunde

Beim Tier gibt es die Mauser und den Wechsel zum Winter- bzw. Sommerfell. Der Mensch hat einen täglichen Haarwechsel, der zwischen 70 und 100 Kopfhaare pro Tag ausmacht. Diese wachsen aber kontinuierlich nach, da die Haarwurzeln in der Kopfhaut verbleiben, so dass ein Haarausfall nicht sichtbar wird. Alopezie bezeichnet die sichtbare Lichtung des Kopfhaars, d. h. ein Zustand mit abnorm schütterem Haupthaar (Hypotrichose) oder mit haarlosen Hautbezirken (Alopezie im engeren Sinne). Einige Veränderungen des Haarwachstums sind genetisch und hormonell, andere sind begleitet von internistischen Erkrankungen. Anhaltende Veränderungen der Haardichte und Qualität gehen nicht selten mit einer Beeinträchtigung der Selbst- und Fremdwahrnehmung einher. Daraus erklärt sich der dringende Behandlungswunsch, doch Therapien zu fülligem Haar verlaufen über einen langen Zeitraum, oft auch als Eigenhaartransplantation.

 Kategorie: Spezialsprechstunde

Hinter Symptomen wie Niesen, Fließschnupfen, Verstopfte Nase, Augenbrennen, Tränen, Quaddeln, Schwellungen der Zunge oder Luftnot stehen sehr konkrete immunologische Fehlregulationen allergischer Krankheitsbilder, die zu identifizieren und von Unverträglichkeitsreaktionen und individuellen Empfindlichkeiten abzugrenzen sind. Angesichts der wachsenden Bedeutung von Umweltfaktoren in der Entstehung allergischer Erkrankungen und Verschlechterung bis hin zum Asthma, ist es wichtig über standardisierte Fragebögen und Patiententagebüchern Beschwerden gezielt zu erfassen und deren Intensität über einen längeren Zeitraum zu messen. Die Bestimmung der klinischen Relevanz erfolgt in Übereinstimmung mit der Schwere der vorliegenden klinischen Befunde und den Laborergebnissen, oft ein Puzzlespiel, das erst durch die Hilfe der modernen molekularen Allergologie gelöst werden kann.

 Kategorie: Spezialsprechstunde

Ausschläge, Sonnenbrände auch im Schatten, Schmerzen am Handrücken und ein brennendes Gesicht? Lichterkrankungen entwickeln sich auf Basis zuvor bestehender entzündlicher Hauterkrankungen oder durch sich im Körper fehlerhaft anhäufende Abbauprodukte, Medikamente oder Inhaltsstoffe von Kosmetika, Farbstoffen oder Parfüms. Auch neurologische Erkrankungen gehen initial mit einer erhöhten Lichtempfindlichkeit einher. Ein eigenständiges Krankheitsbild ist die physikalische Urtikaria und die Lichtallergie. Zur Abklärung eignen sich abgestufte Belichtungen im UVA- und UVB-Bereich (Lichttreppe). Die Belichtungsdosis, die zu einer sichtbaren Rötung führt, ist typischerweise herabgesetzt. 

 Kategorie: Spezialsprechstunde

Dyspareunie (griech: Vorsilbe dys- = „fehl-“ bzw. „falsch-“ und pareunos = „Paarung“, „Bettgenosse) ist eine sexuelle Funktionsstörung. Meist äußert sie sich durch Beschwerden beim Geschlechtsverkehr, meist bleibt ein Orgasmus aus. Häufigste Ursache sind Harnwegsinfektionen, aber auch venerologische Infektionen wie Gonorrhö, Herpes und Genitalwarzen. Ebenfalls recht häufige Auslöser der Symptome sind Narben z. B. nach einem Dammschnitt oder Dammriss im Rahmen der Entbindung oder Narben durch entzündliche Erkrankungen wie bei der Akne oder dem Lichen, bei denen sich je nach Ausprägung weniger schmerzhafte Sexpositionen finden lassen. Schmerzen am Scheideneingang treten besonders im Rahmen der Vaginalhautatrophie auf. Hier sind nicht nur Frauen in der Menopause betroffen, sondern auch Brustkrebspatienten. Neben diesen organischen Ursachen spielen auch psychische Ursachen und sexuelle Unlust eine Rolle. Diese sind auch der Grund weshalb, nach Behebung der ursprünglich Organischen, die lästigen Symptome nur langsam verschwinden.

 Kategorie: plastisch chirurgisch, Narkose

Hautkrebs kommt weltweit häufiger vor als alle anderen Krebsarten zusammen gerechnet, darunter Basalzellkarzinome, Plattenepithelkarzinome und Weichgewebssarkome, die histologisch kontrolliert und vollständig entfernt werden müssen (R0). Die meisten Eingriffe erfolgen minimalinvasiv durch regionale Verschiebungslappenplastiken. Auch Schnellschnittkontrollen sind in unserer Praxis möglich. Hierbei beurteilt der Pathologe noch die Tumorfreiheit der Schnittränder während der Operation. Bei besonders aggressiven Tumoren bzw. an sensiblen Arealen kann ein Zweiteingriff notwendig werden. Besonders feine Schnittränder ergeben sich durch die Radiofrequenzchirurgie – ein großer Vorteil zur Verringerung der Narbenbildung nicht nur in der ästhetischen Chirurgie.

 Kategorie: plastisch chirurgisch, Narkose

Eingriffe am Nagelorgan erfolgen bei Erkrankungen der Nagelplatte und zur Diagnostik. Selten ist eine komplette Nagelresektion erforderlich. Bei unklarer Pigmentierung genügt oft ein Zugang zum Nagelbett, um hier die Gewebeentnahme durchzuführen. Der häufigste chirurgische Eingriff am Nagelorgan ist die partielle Nagelmatrixresektion. Hierbei wird ein seitlicher Nagelstreifen mit dem zugehörigen Matrixsegment ohne den lateralen Nagelwall abgetragen, wodurch das Nagelbett im Verhältnis zur Matrix breiter wird und weniger Rezidive auftreten. Eingriffe am Nagel erfolgen in Blutsperre durch Tourniquet und Kurznarkose. Das Laufen in den ersten Tagen nach der OP wird durch eine Vorfußgehhilfe erleichtert. 

 Kategorie: plastisch chirurgisch, Narkose

Dermatologische Eingriffe erfolgen von außen bis ca. 8 cm in das Darminnere in enger Kooperation mit dem internistischen oder chirurgischen Fachgebieten. Doch gerade in dem dermatologisch proktologisch äußeren anatomischen Bereich, ebenso am Damm und dem Introitus der Vagina, befinden sich eine Vielzahl von lästigen Erkrankungen des Dermatologischen Fachgebietes wie Abszesse, Fisteln, Narben, Genitalwarzen, Hämorrhoiden, Schleimhautfalten und Tumore. Eine dringliche proktologische Indikation stellt die Analvenenthrombose dar, die von einem hohen Krankheitsgefühl begleitet wird und durch Knoten gekennzeichnet ist. Die Therapie erfolgt über eine Inzision und das Ausmassieren des gummiartigen Verschlusses.

 Kategorie: minimalinvasiv, Dämmerschlaf

Lipome, Atherome oder abgekapselte Infektionen erfordern eine chirurgische Sanierung des veränderten Gewebes. Das gilt auch für Furunkel, Abszesse und Fisteln bei Akne inversa, die keine Pubertätsakne, sondern eine chronisch entzündliche Erkrankung des Haarfollikels darstellt – häufig beginnt sie jedoch im Jugendalter. Betroffen sind die typischen Regionen an Achseln, Leisten, Gesäß, Brust und Genitalbereich, wobei bei Frauen eher die Leiste und bei Männern eher die Achseln und das Gesäß erkrankt sind. Der untere Haartalgdrüsenapparat bildet Fisteln, Knoten und andere entzündliche Läsionen. Die Erkrankung ist immer chronisch und oft gewebezerstörend. Das Auf und Ab der Entzündungsreaktion und die Geruchsbildung der infizierten Haut belasten die Betroffenen sehr stark. Antibiotika und andere Medikamente können das entzündete Gewebe nicht reparieren. Daher ist die Therapie primär chirurgisch angelegt. 

 Kategorie: minimalinvasiv, Dämmerschlaf

58 Millionen Deutsche tragen optisch störende Narben – teils mit erheblichen Verhärtungen, Juckreiz oder Dehnungsschmerz. Narben entstehen nach Defektheilung, als Ergebnis eines chirurgischen Eingriffs, aber auch nach Unfällen (häufig Verbrennungen) oder Erkrankungen (z. B. Infektionen, Entzündungen). Die Auswahl der Therapie erfolgt nach Gewebsverletzung, Narbenform und Narbentiefe primär über das Ausschneiden der Narbe mit Wundverschluss. Das Auffüllen der Substanzdefekte erfolgt durch Eigenfett (Lipotransfer) oder eine Verschiebung von Fettgewebe (Lipo-Transfer). Daneben gibt es konservative Möglichkeiten der Narbenbehandlung durch flüssigen Stickstoff, Laser oder chemische Peelings. Leider gibt es aber auch Narben, die lange Beschwerden bereiten. Deshalb ist es wichtig, im Vorfeld ein Konzept zu entwickeln, um eine übersteigerte Narbenbildung im Rahmen der Operation zu vermeiden. 

 Kategorie: minimalinvasiv, Dämmerschlaf

Warum heilen manche Verletzungen einfach nicht richtig ab? Mit der Ausbildung eines chronischen Wundmilieus ändern Zellen ihren Phänotyp. Sie werden weniger empfindlich für Wachstumsfaktoren, führen zu entzündlichen Reaktionen und ermöglichen eine Zunahme der Keimdichte in der Wunde. Das frühzeitige Erkennen von Infektionserregern, das gründliche Anfrischen alten Gewebes, die Stadien gerechte Auswahl der Verbandsmaterialien sind wichtige Bausteine in der Versorgung chronischer Wunden wie auch die Durchführung der plastischen Deckung bei nicht heilenden Wunden, Narben oder Keloiden. 

zurück

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.